Skip to content
Menu
swmlogo_gross_wp
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Barrierefreiheit
  • Website Stadtwerke Mosbach GmbH
swmlogo_gross_wp
Europe at night

Ausblick

Posted on 3. Juli 20263. Juli 2026

PROGNOSEBERICHT 2026

Im Dezember 2025 veröffentlichte die EU-Kommission ein Gesetzgebungspaket zur Unterstützung des europäischen Netzausbaus (EU Grid Package). Mit diesem Paket soll der Stromnetzausbau in der EU beschleunigt und besser geplant werden.
Zudem wird ein verbesserter Zugang zu Investitionsmitteln für Netzbetreiber angestrebt. Die Vorschläge zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren betreffen neben den Netzen auch der Ausbau von erneuerbaren Energien sowie Speicher und Ladeinfrastruktur für E-Mobilität.

Im April 2025 hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) den Rahmen für den Netzentwicklungsplan Strom 2025-2037/2045 bestätigt. Verschiedene Szenarien zeigen unterschiedlich hohe Grade an Wasserstoffnutzung und Elektrifizierung. Die wesentlichen Änderungen gegenüber dem NEP 2023 ist, dass die Spannweite der installierten Erneuerbare-Energien-Erzeugungskapazitäten, vor allem bei PV und Wind um etwa 100 GW nach unten korrigiert wurde. Gleichzeitig wurde die Erzeugung aus konventioneller Erzeugung in der Spannweite um 30 – 50 GW nach oben korrigiert. Im Dezember wurden von den Übertragungsnetzbetreibern der erste Entwurf des NEP 2025 vorgestellt. Dabei wird der Onshore-Netzausbaubedarf um rund 900 Trassenkilometer niedriger angesetzt.

Ebenfalls im April 2025 hat die BNetzA den Netzentwicklungsplan Gas und Wasserstoff 2025-2037/2045 genehmigt. Die verschiedenen Szenarien erhalten erstmals gemeinsame und übergreifende Annahmen für Standorte von Kraftwerken und Elektrolyseuren anhand die Netzentwicklungspläne für Strom einerseits, sowie für Gas und Wasserstoff andererseits konsistent zueinander erfolgen können.

Die BNetzA modernisiert mit dem NEST-Prozess (Netze. Effizient. Sicher. Transformiert.) den regu- latorischen Rahmen für Verteil- und Fernleitungsnetze. Ab der 5. Regulierungsperiode die 2028 beginnt, gelten neue Regelungen für Kapitalverzinsung, Effizienzvergleiche und Kostenstrukturen. Ziel ist es, die Transformation der Netzwirtschaft voranzutreiben und Investitionen in zukunftsfähige Netze zu ermöglichen.

Für Baden-Württemberg geht der aktuelle NEP bis 2030 von steigenden Gastransportkapazitäten aus. Dies gilt insbesondere für die Versorgung von neuen Gaskraftwerken., die einen bedarfsgerechten Ausbau des Gastransportnetzes erfordern. Dabei wird beispielsweise die neue Erdgaspipeline SEL wasserstofffähig gebaut. Diese wird nach der Umstellung auf Wasserstoff Teil des Wasserstoff-Kernnetzes sein.

Ein weiteres Ziel der Bundesregierung ist ein klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050. Voraussetzung hierfür ist eine hohe Gebäudeeffizienz. Durch die Pandemie ist auch die Akzeptanz für Digitalisierung und deren Nutzen erheblich gefördert worden. Im Arbeitsalltag führt die umfangreiche Homeoffice Nutzung zu einer starken Zunahme von Videokonferenzen.
Dadurch hat das Datenübertragungsvolumen stark zugenommen. Um diesen steigenden Bedarf in Deutschland bedienen zu können, ist ein Ausbau des Breitbandnetzes unerlässlich.

Der Smart-Meter-Roll-Out in Deutschland schreitet weiter voran, bleibt aber hinter den politischen Erwartungen zurück. Mitte 2025 waren rund 16% der quotenrelevanten Pflichteinbaufälle mit intelligenten Messsystemen ausgestattet. Das gesetzliche Zwischenziel von 20% bis Ende 2025 wird voraussichtlich nicht erreicht. Treiber sind neben den Pflichteinbaufällen durch §14a-Anlagen und PV-Anlagen zunehmend freiwillige Einbaufälle, während gleichzeitig die Vorgaben aus Messstellenbetriebsgesetz und BSI-Richtlinien den technischen und organisatorischen Umsetzungsdruck auf die Messstellenbetreiber weiter erhöhen.

Die Anzahl der installierten Strom-Heimspeicher ist bis Dezember 2025 auf rund 2,2 Millionen angewachsen und liegt damit 0,5 Millionen über dem Vergleichszeitraum aus 2024.

Der Verbrauch im Stromvertrieb ist gegenüber dem Vorjahr in den ersten 3 Monaten des Jahres 2026 nach den Abrechnungen um rund 6,1% gesunken, Bei den Sondervertragskunden lag die Abgabe in diesem Zeitraum gegenüber dem Vorjahr bei -10,3%.

Der Verbrauch im Gasvertrieb der Stadtwerke Mosbach ist in den ersten 3 Monaten des Jahres 2026 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 3,2% gesunken. Bei den Sondervertragskunden betrug der Rückgang in diesem Zeitraum -9,2%.

Im Bereich der Wasserversorgung wurden die technischen Betriebsführungen mit den Gemeinden Elztal, Fahrenbach, Limbach, Schefflenz und Waldbrunn verlängert. Mit den räumlich verbundenen Gemeinden ist ein Gebilde entstanden, welches Synergien für die Betriebsführung freisetzt.

Bei der Fernwärmeversorgung rechnen wir wie in der Gasversorgung witterungsbedingt mit etwas niedrigeren Absatz wie im Vorjahr.

Die Investitionen im Bereich des Sachanlagevermögens 2026 liegen mit 11,32 Mio. € über dem Planansatz des vergangenen Jahres.

Im Bereich der Stromversorgung werden 2026 insgesamt 2.800 Tsd. € investiert, davon 350 Tsd. € in die Ertüchtigung von Trafostationen, sowie 1.300 Tsd. € in das Kabelnetz und Messeinrichtungen sowie 450 Tsd. € in die Fernwirktechnik investiert.

Die Investitionen in der Gasversorgung betragen 500 Tsd. €. Schwerpunkt ist der Anschluss an die Süddeutsche Erdgasleitung, die ab 2030 mit Wasserstoff betrieben werden soll.

Bei der Wasserversorgung sind Verbesserungen im Leitungsnetz, sowie an Hochbehältern geplant. Die Investitionen in der Wasserversorgung betragen insgesamt 3.500 Tsd. €, davon 1.200 Tsd. € für das Leitungsnetz, sowie 2.100 Tsd.€ für Bezugs- und Speicheranlagen (Talaue, Schorre, Akazienweg, Forststraße und Reichenbucher Straße).

In der Wärmeversorgung sind insgesamt Investitionen in Höhe von 1.000 Tsd. € geplant, davon 800 Tsd. € für die Dekarbonisierung in der Waldstadt sowie 200 Tsd. € für Hausanschlüsse.

Bei den Bädern sind nur geringe Investitionen in Höhe von 200 Tsd. € vorgesehen, beim Verkehr insgesamt 3.000 Tsd. € für das Parkhaus Kreiskrankenhaus und das Parkdeck Altstadt.

Im Wirtschaftsplan 2026 ist ein Kreditvolumen von rd. 6.800 Tsd. € veranschlagt.

Insgesamt wird im Wirtschaftsjahr 2026 ein Jahresüberschuss mit 815 Tsd. € erwartet.
In der Stromversorgung rechnen wir mit einem Gewinn von 351 Tsd. €, da sich die Netzentgelte gegenüber dem Vorjahr erhöht haben.
Das Ergebnis in der Gasversorgung steigt aufgrund gestiegener Margen auf 2.235 Tsd. €.
In der Wärmeversorgung liegt der erwartete Gewinn bei 228 Tsd. €. Im Bereich der Wasserversorgung haben wir den Wasserpreis zum 01.04.2026 um 0,15 Euro/cbm erhöht. Dennoch erwarten wir einen Jahresverlust von 781 Tsd. €.
Beim Verkehr rechnen wir mit -392 Tsd. €, bei den Bädern mit -899 Tsd. € und im Bereich Service mit einem Gewinn von 74 Tsd. €.

Mosbach, den 8. Juni 2026

Unterschriften
Jürgen Jaksz
Ralf Winkler

©2026 | WordPress Theme by Superb WordPress Themes