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Stock market indicator and financial data

Lagebericht

Posted on 3. Juli 20263. Juli 2026

Gesamtwirtschaftliche Situation
Seit Anfang 2025 hat sich die weltwirtschaftliche Lage verschärft und war geprägt von handelspolitischer Unsicherheit. Die USA führten schrittweise Zölle gegen Handelspartner ein, die am 2. April in umfassende Zölle mündeten – ein Niveau, das seit einem Jahrhundert nicht mehr erreicht wurde. Am 28. Juli 2025 einigten sich die Europäische Union und die USA auf einen Kompromiss im Zollkonflikt. Für die meisten europäischen Produkte gilt nun ein Maximalzoll von 15%.

Die Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung die bis Ende 2024 beobachtet wurden, kamen weitgehend zum Stillstand. Für das Jahr 2025 wurde vom IWF eine weltweite Inflation von 4,1% und für 2026 von 3,8% geschätzt.

Branchensituation
Die Energiebranche durchläuft derzeit einen tiefgreifenden Wandel, der durch den Umbau des Energiesystems, der Digitalisierung und der Sektorkopplung vorangetrieben wird. In den letzten Jahren haben finanzstarke Wettbewerber wie Öl- und Gas-Unternehmen bedeutenden Marktanteile gewonnen. Aber auch digitale Anbieter und sogenannte „Prosumer“ der gleich- zeitige Produzent und Konsument sind gewinnen zunehmend an Einfluss und zeichnen sich durch innovative Geschäftsmodelle aus. Die aktuelle Herausforderung für ein integriertes Energieunternehmen sind der zunehmende Wettbewerbsdruck durch neue Marktteilnehmer mit innovativen Geschäftsmodellen und hoher Finanzkraft.

Strommarkt
Im Jahr 2025 lag der durchschnittliche Spotmarkt- preis auf 89 €/MWh rund 9 €/MWh über dem Niveau des Vorjahres. Der durchschnittliche Preis am Terminmarkt lag mit knapp 87 €/MWh rund 7 €/MWh über dem Niveau des Jahres 2024. Der Preisanstieg ist vor allem auf höhere CO2 Preise zurückzuführen. Entscheidend für die weitere

Entwicklung der Strompreise wird der Verlauf der Brennstoff- und CO2 Preise, sowie die Entwicklung des Stromerzeugungsmix sein.

Gasmarkt
Die Gaspreise starteten hoch ins Jahr 2025. Ab Mitte Februar sanken die Preise bis Mai, da vor allem steigende LNG-Importe die Versorgung verbesserten. Im April führten die USA massive Zollerhöhungen ein, was die wirtschaftliche Entwicklung vieler Länder und die Gasnachfrage dämpfte. Die Gasspeicherfüllstände in Nordwesteuropa blieben das ganze Jahr unter den Vorjahreswerten. Im Oktober 2025 griff Russland ukrainische Gasanlagen an, was den Importbedarf der Ukraine erhöhte.

Klimaschutz
Das nationale Klimaschutzgesetz wurde novelliert. Die Klimaziele nach 2030 blieben unverändert, jedoch wurde die Sektorenverantwortlichkeit auf- gehoben. Die Bundesregierung ist künftig als Ganzes für die Erreichung der Klimaziele verantwortlich, das sektorscharfe Monitoring der Emissionen bleibt jedoch bestehen. Ergeben die Prognosen zwei Jahre in Folge eine Zielverfehlung, muss die Regierung ein sektorübergreifendes Klimaschutzprogramm auflegen. Laut aktuellen Zahlen werden die 2030 Zahlen aufgrund der Energiekrise und der Konjunkturschwäche voraussichtlich erreicht. Ab 2031 drohen deutliche Verfehlungen, vor allem in den Bereichen Gebäude und Verkehr.

Zur Dekarbonisierung des Energiesektors besteht Konsens über die Notwendigkeit eines regulatorischen Rahmens für den Bau von wasserstofffähigen Gaskraftwerken und die Einrichtung eines Kapazitätsmarktes. In der Kraftwerksstrategie hat die Bundesregierung im Januar 2026 neue Eckpunkte veröffentlicht. Damit sollen neue, steuerbare Kapazität durch den Bau von Gaskraftwerken entstehen. Der Aufbau einer nationalen Wasserstoffinfrastruktur ist ein weiterer Baustein zur Dekarbonisierung der Strom- und Wärmeversorgung.

Chancen und Risiken der Gesellschaft
Das Unternehmen hat im laufenden Geschäftsjahr alle wesentlichen Risiken der Gesellschaft neu erfasst, aktualisiert und hinsichtlich ihrer Wahrscheinlichkeit bewertet. Risiken, die sich aus dem Markt ergeben, sind beispielsweise Verträge mit Tarif- und Sondervertragskunden, die auf Laufzeiten und Margenentwicklungen überwacht werden müssen.

Ein hohes Risiko besteht darin, die extrem gestiegenen Handelskosten im Haushalts- und Gewerbe- bereich nicht weitergeben zu können, da diese mit festen Preisen vereinbart sind und sich an anderen Marktpreisen messen lassen müssen. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen für Vertragskunden wurden so abgeändert, dass erst ab 01. Januar 2024 Preisgarantien auf die Laufzeit garantiert werden. Änderungen bei Umlagen, Abgaben und Steuern werden künftig direkt und ohne Zeitverzug weitergegeben. Dies gilt jedoch nicht für die Grundversorgung, in der zwingend Bruttopreise zu vereinbaren sind.

Weitere Risiken sind der mögliche Wegfall von Großkunden in der Strom- und Gasversorgung. Besonders gefährdet sind Konzern- und Kettenkunden.

Allgemeine Risiken können auch durch Forderungs- ausfälle bei Großkunden entstehen, die beispiels- weise durch die wirtschaftliche Entwicklung infolge der stark gestiegenen Energiepreise besonders betroffen sind. Die Gesellschaft hat bereits in der Vergangenheit vor Vertragsabschlüssen ab einer gewissen Größenordnung grundsätzlich eine Bonitätsprüfung durch Dritte vorgenommen, auch bei langjährigen Bestandskunden.

Von dem neu geschaffenen Leistungsverweigerungsrecht für Verbraucher sowie Kleinunternehmen bei fortlaufenden Verpflichtungen haben bisher sehr wenige Kunden Gebrauch gemacht. Die in diesem Zusammenhang gestundeten Forderungen belaufen sich auf einen geringen Betrag.

Nach Aufnahme und Auswertung aller bekannten Risiken wurde festgestellt, dass der Fortbestand des Unternehmens nicht gefährdet ist.

   

Ertragslage
Das Jahresergebnis nach Steuern beträgt +677 Tsd. € (Vj. 0 T€) und liegt damit bedingt durch höhere Margen deutlich über dem Vorjahresgewinn. Für das Jahr 2026 rechnen wir mit einem Jahresüberschuss von rd. 815 Tsd. €. Die Forderung aus Netznutzungsentgelten auf dem Regulierungskonto betragen zum 31.12.2025 5,1 Mio. € und werden überwiegend in den Folgejahren 2026 bis 2030 zusätzlich bei den Netzentgelten angerechnet.

Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren für unser Unternehmen sind:

Die Eigenkapitalrendite: hat in 2025 4,31%
(Vorjahr 0,00%) betragen.
Für 2026 wird eine Eigenkapitalrendite von 4,92% erwartet.

Die Gesamtkapitalrendite hat in 2025: 2,80%
(Vorjahr 1,89%) betragen.
Die Renditeerwartung in 2026 liegt bei 3,02%.

Die Nettoverschuldung in Jahren bezogen auf den Cash Flow (=(FK – flüssige Mittel) / CF) betrug in 2025 14,29 Jahre (Vorjahr 23,28 Jahre).
In 2026 soll die Nettoverschuldung bezogen auf den Cash-Flow auf 8,51 Jahre sinken.

Alle drei Leistungsindikatoren waren durch gestiegene Margen im Verkauf verursacht und sollen sich in 2026 wieder verbessern.

   

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Anzahl der Kunden
Anzahl der Kunden: Hier gibt es für den Bereich der Stadtwerke zwei Sichtweisen.
Einmal aus der Sicht des Netzbetreibers und einmal aus der Sicht des Lieferanten.

Aus Sicht des Netzbetreibers hatten wir zum 31.12.2025
21.302 Zählpunkte (Vorjahr 21.298 Zählpunkte) im Bereich Strom und
3.811 Zählpunkte im Bereich Gas (Vorjahr 3.845 Zählpunkte).
Hier haben wir eine leichte Steigerung beim Strom bzw. eine leichte Minderung beim Gas auf kon- stant gutem Niveau. Die Zählpunkte der ONG sind hier mitenthalten, da die Stadtwerke Netzbetreiber für Mosbach, Elztal und Schefflenz sind.

Beim Lieferanten Stadtwerke Mosbach wurden in der Stromversorgung in 2025 15.063 Zählpunkte (Vorjahr 15.565) beliefert und in der Gasversorgung in 2025 waren es 3.178 (Vorjahr 3.284). Hier wirkt einmal der verschärfte Wettbewerb aus, sowie in der Stromversorgung die Zunahme von eigenen PV Anlagen mit Speichern, sowie in der Gasversorgung die Verdrängung von Gasheizungen durch Wärmepumpen.

Arbeitnehmerbelange
Im Jahre 2025 war 1 Kollege altersbedingt und
1 weiterer Kollege aus sonstigen Gründen aus dem Unternehmen ausgeschieden. 3 Personen wurden in 2025 neu eingestellt, sodass zum 31.12.2025 ein Mitarbeiter mehr als zum 31.12.2024 beschäftigt waren. Dies war wie im vergangenen Jahr eine normale Fluktuation für unseren Betrieb.

In allen Abteilungen werden für die Mitarbeiter Fortbildungsmaßnahen angeboten, welche von den Mitarbeitern auch sehr gut angenommen werden.

Soziales und kulturelles Engagement
Die Stadtwerke unterstützen seit vielen Jahren den Mosbacher Sommer als einer der Sponsoren, besonders beim Open Air Kino.

Weiterhin unterstützten wir auch in 2025 Schulprojekte in Kenia, Afrika, durch Solartechnik Kerosin- und Paraffinlampen zu ersetzen, sowie durch Brunnenbohrungen sauberes Trinkwasser zu erhalten.

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