Lagebericht

Gesamtwirtschaftliche Situation
Das Wachstum der Weltwirtschaft lag im Jahr 2018 mit 3,7% leicht unter dem Niveau des Vorjahres. In Deutschland reduzierte sich das Wirtschaftswachstum um 1,1% auf 1,4% in 2018. Treibende Kraft für das nach wie vor gute Wachstum war hier die Binnennachfrage, in erster Linie der private Konsum.

Für das Jahr 2019 wird für die Weltwirtschaft ein leicht niedrigeres Wachstum prognostiziert, für Deutschland soll das Wachstum ebenfalls leicht unter dem Niveau von 2018 liegen.

Branchensituation
Nach ersten vorläufigen Berechnungen lag der Energieverbrauch in Deutschland 2018 um 5,0% unter dem des Vorjahres und war damit so niedrig wie Anfang der 1970er Jahre. Entscheidend dafür war ein temperaturbedingt niedrigerer Wärmeverbrauch, gestiegene Preise und eine Steigerung der Energieeffizienz.

Strommarkt
Die Stromerzeugung in Deutschland lag in 2018 nach Angaben des BDEW mit 646,8 Mrd. kWh um 5,0% unter dem Niveau des Jahres 2017 (653,6 Mrd. kWh).

Wesentliche Energieträger waren Braunkohle mit einem Anteil von 22,5% an der Stromerzeugung (Vorjahr 22,7%), erneuerbare Energien mit 35,0
% (Vorjahr 33,1%), sowie Steinkohle mit 12,9% (Vorjahr 14,2%). Der Anteil von Kernenergie bleibt gleich mit 11,8% (Vorjahr 11,7%), der Anteil von Erdgas sank auf 12,9% (Vorjahr 13,3%).

Im Berichtsjahr waren die Stromexporte um 51,2 Mrd. kWh höher als die Importe. Die größten Importeure waren Frankreich, Schweden und Dänemark, die meisten Stromexporte gab es nach den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und Polen.

Gasmarkt
Der Gasbezug erfolgte zu 96% aus Importen aus Russland, Norwegen und den Niederlanden. Der Anteil an inländischer Produktion ist mit 4% gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

Klimaschutz
Der Klimaschutz bleibt eine globale Herausforderung. Die Staatengemeinschaft einigte sich im Dezember 2018 in Katowice auf Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius. Dazu müssen nach Einschätzung des Weltklimarats (IPCC) die CO2 Emissionen bis zum Jahr 2030 um 45% gegenüber 2010 reduziert werden, und bis zum Jahr 2050 null erreicht haben.

In Deutschland werden die nationalen Klimaziele für das Jahr 2020 verfehlt. Um die Abweichungen für 2020 zu minimieren und die Ziele für 2030 zu erreichen, sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. So soll der Bruttostromverbrauch aus erneuerbaren Energien bis 2030 auf 65% ansteigen.
Dafür wird es 2019-2021 Sonderausschreibungen für Onshore-Wind und PV Anlagen im Umfang von jeweils 4 GW geben. Zusätzlich soll ein Mindestpreis für CO2 entstehen und dies bei möglichst vielen europäischen Staaten.

Für das Ende der Kohleverstromung hat die Bundesregierung eine Kommission für Wachstum, Beschäftigung und Strukturwandel beschlossen. Diese empfiehlt das Ende der Kohleverstromung bis 2038. Bei einer Überprüfung der Ziele im Jahr 2032 kann der Ausstieg auch auf 2035 vorgezogen werden. Als erste Maßnahmen sollen sowohl Braun- wie auch Steinkohle bis 2022 um jeweils 15 GW zurückgeführt werden. Die derzeitige Förderung liegt bei 42 GW. In weiteren Schritten ist ein Kapazitätsabbau der Förderung auf dann insgesamt 17 GW bis 2030 geplant.

Risiken der Gesellschaft
Das Unternehmen hat im laufenden Geschäftsjahr alle wesentlichen Risiken der Gesellschaft neu erfasst, aktualisiert und hinsichtlich ihrer Wahrscheinlichkeit bewertet. Risiken, die sich aus dem Markt ergeben, sind beispielsweise Verträge mit Tarif- und Sondervertragskunden, die auf Laufzeiten und Margenentwicklungen überwacht werden müssen.

Ein hohes Risiko besteht darin, gestiegene Handelskosten und eine höhere EEG-Umlage im Haushalts- und Gewerbebereich nicht weiter geben zu können, da diese mit festen Preisen vereinbart sind und sich an anderen Marktpreisen messen lassen müssen. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen für Vertragskunden wurden so abgeändert, dass nur noch die Nettopreise auf die Laufzeit garantiert werden. Änderungen bei Umlagen, Abgaben und Steuern werden künftig direkt und ohne Zeitverzug weitergegeben. Dies gilt jedoch nicht für die Grundversorgung, in der zwingend Bruttopreise zu vereinbaren sind.

Weitere Risiken sind der mögliche Wegfall von Großkunden in der Strom- und Gasversorgung. Besonders gefährdet sind Konzern- und Kettenkunden.

Allgemeine Risiken können auch durch Forderungsausfälle bei Großkunden entstehen, die beispielsweise durch die wirtschaftliche Entwicklung besonders betroffen sind. Vor Vertragsabschlüssen wird deshalb ab einer gewissen Größenordnung grundsätzlich eine Bonitätsprüfung durch Dritte vorgenommen, auch bei langjährigen Bestandskunden.

Nach Aufnahme und Auswertung aller bekannten Risiken wurde festgestellt, dass der Fortbestand des Unternehmens nicht gefährdet ist.

Ertragslage
Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt 516 Tsd. Euro (Vj. 510 TEuro) und liegt damit knapp über dem Vorjahresgewinn.
Für das Jahr 2019 rechnen wir nach dem Wirtschaftsplan mit einem Gewinn von 628 Tsd. Euro. Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres lässt erwarten, dass die Planzahl auch erreicht wird.